Autobauer langsam interessant – Die Volkswagen Aktie in der kurzen Analyse

Autobauer langsam interessant – Die Volkswagen Aktie in der kurzen Analyse

Die Volkswagen AG ist der größte Automobilhersteller in Europa und einer der führenden weltweit. Volkswagen konzentriert seine Tätigkeit auf das Automobilgeschäft und bietet entlang der gesamten Wertschöpfungskette einschließlich der Segmente Finanzdienstleistungen und Finanzierung ein breites und vollständiges Dienstleistungsspektrum an. Der Konzern ist in die Bereiche Automobile und Finanzdienstleistungen strukturiert. Es gehören die Marken Volkswagen, Audi, SEAT, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN zum Portfolio. Dabei hat jede Marke ihren eigenen Charakter und operiert selbständig am Markt. Das Angebot reicht von verbrauchsarmen Kleinwagen wie dem VW Up! bis zu Luxusautos. Im Bereich Nutzfahrzeuge reicht die Produktpalette von Pick-ups bis zu Bussen und Schwertransportern. In weiteren Segmenten produziert Volkswagen Großdieselmotoren, Turbolader, Turbomaschinen und Kompressoren sowie chemische Reaktoren. Auch Spezialgetriebe für Fahrzeuge und Windräder sowie Gleitlager und Kupplungen gehören zum Sortiment.

Wie sieht der Chart aus? Geht es noch weiter runter?

In der unteren Abbildung können Sie klar das nahende Dilemma der Volkswagen Aktie erkennen.  Hinter uns liegt für das Jahr 2015 eine Top Chartformation.  Gekennzeichnet durch das rote Rechteck. Die Korrektur ist meiner Meinung nach noch nicht abgeschlossen. Das Ziel liegt hier bei ca. 100 €.  In der Abbildung sehen Sie die blaue gestrichelte Linie. Diese zeigt den möglichen Ausverkauf in den nächsten Monaten an. Ich empfehle hier ganz klar noch das Pulver trocken zu halten. Der Kurseinbruch wäre übrigens auch ohne das Coronavirus gekommen. 

Dies sind „normale“ Konjunkturzyklen. Diese  letzten Boomphasen 1999, 2007 und vor kurzem 2016 bis 2018 habe ich mit einem rotem Rechteck gekennzeichnet. Die letzten Tiefpunkte waren 2003 und 2009 und habe ich mit einem roten Kreis gekennzeichnet. Es ist also damit zu rechnen, dass die Korrektur durchaus 3 bis 5 Jahre dauern kann. Das wäre dann bis 2021. Danach könnte der neue Zyklus beginnen, der durchaus bis zum nächsten Boom führen könnte. Einen Einstieg in die Aktie in den nächsten 2 Jahren könnte sich als lukrativ erweisen. Der Ausstieg ist bei der nächsten Boomphase dann notwendigerweise zu vollziehen.

Zusammenfassung 

Der Absturz der Volkswagen Aktie ist aus rein konjunkturellen Zykliken heraus geschehen. Die Aktie ist ein klassischer Zykliker (ihre Produkte unterliegen einer wellenförmigen Nachfrage von Konsumenten) mit großen Kursschwankungen. Auch ohne das Coronavirus wäre die Aktie so abgestraft worden.

Erfahrungsgemäß dauern solche Korrekturen durchaus 3 bis 5  Jahre. So könnte der Einstieg in die Aktie für 2021 bis 2022 eingeplant werden. Der Ausstieg ist wiederum dann sinnvoll, wenn die Wirtschaft „richtig brummt“ und überragende Zahlen vermeldet werden (Boomphase).

Das Einzelwertrisiko muss selbstverständlich auch Berücksichtigung finden. Denn wenn Volkswagen beispielsweise die Digitalisierung verschläft bzw. die Transformation nicht aufgeht und das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert, dann nützt auch die nächste Boomphase für den Aktienkurs der VW Aktie relativ wenig. Von daher nicht alle Eier in einen Korb legen.