Die Ruhe vor dem Sturm

Die Ruhe vor dem Sturm

Der Coronavirus raubt uns weiterhin buchstäblich den Atem. Nach den großen Kurseinbrüchen, haben wir in den letzten Wochen am Aktienmarkt eine kräftige Erholungswelle gesehen. So ist der DAX vom Tief 8.255 auf 10.700 Punkte ca. gestiegen. Jetzt steigen allerdings wieder erheblich die Abwärtsrisiken. Warum ist das so? Um eine Antwort zu liefern, kann ich hierzu auf mehrere Aspekte eingehen. Zunächst betrachte ich den logarithmischen Kurs des amerikanischen Indizes Dow Jones:

Seit 2009 hat der Dow Jones Indizes eine beeindruckende Rallye hinter sich. Von 6.300 Punkten (März 2009) schraubte er sich hoch bis fast 30.000 (Januar 2020) Punkte. Das sind über 400 %. Wahnsinn – ein toller Bullenmarkt. Seit März 2020 sind wir in einem Bärenmarkt übergegangen. Der Bär schlug mit seiner Kralle den Dow Jones in Rekordtempo auf 18.000 Punkte brutal runter. Danach haben wir in den letzten Wochen eine ebenso beeindruckende Bärenrallye gesehen und der Indizes erklomm satte ca. 6.200 Punkte.  Warum jetzt wieder der Bär die Initiative ergreifen wird, erkläre ich anhand verschiedener Instrumente. Hierzu nutze ich die Fibonacci Projektion, Trendkanäle und Chartformationen. Zuerst stelle ich Ihnen die Fibonacci Werte vor:

In der linken Abbildung können Sie erkennen, dass der Wert bei 50 % steht. Der große Anstieg seit 2009 ist bis 50 % korrigiert. Dies ist in Bärenmärkten völlig normal. Ich halte einen Wert von 38,2 % für realistisch an. Somit würde der Dow Jones bis in den Bereich von 16.000 Punkten noch fallen. Auf der rechten Seite sehen Sie eine kurzfristigere Einstellung des Charts. Der Abverkauf ist schon mehr als 50 % aufgeholt. Die Erholungswelle könnte noch bis in den Bereich von 38,2 % gehen (ca. 25.000 Punkte). Das Abwärtsrisiko steigt jetzt aber erheblich.  Es handelt sich sogar um eine bärische Keilformation:

Eine bärische Keilformation ist sehr tückisch. Die dünnen eingezeichneten schwarzen Linien zeigen die Keilformation an. Für den unbedarften Anleger sieht es an sich sehr dynamisch steigend aus. Der Börsenexperte sieht aber hierbei eine bärische Fortsetzung des Abwärtstrends oder eine Bullenfalle. Die rote Linie zeigt den möglichen weiteren Verlauf in den kommenden Wochen und Monaten.  Im größeren Chartbild sieht es so aus:

Für die nächsten Wochen und Monate gehe ich von einen weiteren Abverkauf bis in den Bereich von 15.000 bis 16.000 Punkte aus. Es könnte also in den kommenden Wochen und Monaten noch einmal sehr unruhig werden. Danach sehe ich persönlich den Aktienmarkt optimistischer. 

Zusammenfassung:

Für kurzfristige Anleger könnte sich ein Ausstieg als sinnhaft erweisen. Mittel- bis langfristige Anleger sehen das naturgemäß lockerer und sollten nach dem Kursabschlag bis in den Bereich von ca. 15.000 Punkten eher ein Zukauf in Betracht ziehen. Die Buy and Hold Strategie an der Börse zielt darauf ab über Jahre und Jahrzehnte an steigenden Kursen zu partizipieren und vorübergehende Einbrüche zu nutzen um zuzukaufen. Im übrigen sehe ich für den S&P 500 ein Kursziel von 1.700 Punkten sowie für den Deutschen Aktienindex DAX eine Zielmarke von 7.557 Punkten. Fast alle Einzelwerte werden sich dem Trend kaum entziehen können und auch mit einem Kursabschlag abgestraft werden. Mehrere DAX Einzelwerte haben bereits ebenfalls eine bärische Keilformation ausgebildet.

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