Der DAX im Big Picture. Aktienmarkt crasht. Wie geht es weiter?

Der DAX im Big Picture. Aktienmarkt crasht. Wie geht es weiter?

Die Anleger sind in Panik. Der Aktienmarkt gibt rasant nach und die Ölpreise sind heute Morgen über 30 % eingebrochen. Der Coronovirus hat die Welt im Griff und wir werden alle sterben müssen. So könnte man meinen, wenn man in den derzeitigen Tagen die Medien liest. Doch ordnen wir das ganze einmal richtig ein – im großen Kontext. Im Big Picture. Der unteren Abbildungen können Sie den DAX Verlauf max. seit 1959 verfolgen:

Anhand des Charts erkennen wir, dass der DAX eine bewegende Geschichte hinter sich hat. Ein auf und ab der Kurse. Aber in der Grundtendenz immer weiter steigend. Warum? Geldmengenwachstum, Produktivitätssteigerung und Wirtschaftswachstum. 

Aber wie ist der derzeitige Einbruch zu werten? Nun wir kommen von einem hohen Niveau. Seit 2009 hat sich der DAX enorm entwickelt und ein Einbruch oder eine kurzfristige Bereinigung ist auch gesund um danach wieder nachhaltig zu weiteren Höhen ansteigen zu können. Ich nenne dies „durchschnaufen“. Dieses durchschnaufen wäre sehr gesund wenn der Leitindex an der 8.262 er Marke wieder nach oben wegdreht.  Dies ist genau der 61,8% Fibbonacci vom Bullenmarkt 2009 bis jetzt. Das wäre eine gesunde Korrektur.  Damit ist zu rechnen, dass der DAX jetzt an der ganz großen unteren Aufwärtstrendlinie seit 1980 anschlägt.  Die roten Kreise habe ich eingezeichnet, um den derzeitigen schnellen Ausverkauf mit anderen Zeitperioden zu vergleichen. Hierbei ist mir 1987 aufgefallen,  als in einer ähnlichen Chartkonstellation wie derzeit, die Kurse innerhalb kürzester Zeit 38% nachgaben. Danach ging es fast genauso schnell wieder hoch zu neuen Höhen. Dies halte ich auch jetzt für möglich.  Den möglichen Verlauf habe ich in blauen gestrichelten Linien eingezeichnet. Im Prinzip würde das eine sehr große SKS Bodenformation abbilden, wobei jetzt dann der Kopf gebildet wird. Die linke Schulter würde von 2015 bis 2020 gebildet und die rechte Schulter möglicherweise von 2021 bis 2026 bevor es zu neuen Höhen aufsteigen kann. Wir haben alle natürlich keine Glaskugel , müssen in Wahrscheinlichkeiten denken. Wie ein Jäger der die Fährten liest. Ich möchte Ihnen vermitteln, wie das ganze aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten ist – anders als das üblicherweise in den Medien zu lesen ist.

Zusammenfassung

Der Aktienmarkteinbruch ist ein völlig normaler Vorgang.  Eine Bereinigung tut not nach dem großen Anstieg der letzten Jahre.  Das hat rein gar nichts mit dem Coronavirus zu tun. Ähnlich wie in der Natur – wenn es gewittert oder ein Sturm aufzieht. Wie weit es bereinigt, ist schwierig zu ermitteln. Ich habe das worst case bis 8.262 vorgestellt. Danach sollte es wieder drehen und das ziemlich zügig. Eine gemächliche Bodenbildung schließe ich bei einem so schnellen Abverkauf  erfahrungsgemäß eher aus und vermute, dass eine V  oder U Umkehrformation anschließt. Diese Umkehrformation sollte in den nächsten 2 bis 3 Jahren ein neues Allzeihoch des DAX ermöglichen. Denn insgesamt wird das billige Geld den Aktienmarkt weiter beflügeln. Konjunkturprogramme sind von diversen Regierungen bereits kommuniziert worden und werden zusätzlich die Börsenkurse in den nächsten Jahren antreiben. Für die langfristigen Aktionäre ergeben sich damit meiner Meinung nach regelrechte Schnäppchenkurse.